Archiv der Kategorie 'bezirke'

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Unter der Laterne

Der Brünkerhof als „Schandfleck“

Anfang der 80er-Jahre bekam ich meinen ersten Job als Diplompsychologe in einem im Duisdorfer Brünkerhof untergebrachten Kindergarten. Obwohl das eine ziemlich kurze und chaotische Erfahrung war, hat der Ort für mich seitdem eine Bedeutung. Deshalb habe ich über die Jahrzehnte so nebenbei verfolgt, wie man sich in Duisdorf unbeirrt, aber langwierig eines zentralen historischen Gebäudes entledigte – das, obwohl es angeblich ein „Baudenkmal“ war, ja sogar eine „Burg“, irgendwann nur noch als „Schandfleck“ galt. Ein Begriff, der, wenn er erst mal im Raum steht, in der Regel auf Vernichtung hinausläuft – wie auch in diesem Fall. » mehr zum Thema ‚Unter der Laterne‘ lesen

(m)ein Hof

Hinterhof der Geschichte

Seit einem halben Jahr habe ich mein Büro in Endenich. Ein merkwürdiger Stadtteil, einerseits lebendig und kulturell (Harmonie, Springmaus etc), andererseits dörflich und traditionell. Der Hof, in dem mein Büro ist, da soll Knauber, Bonns Edelbaumarkt, angefangen haben. Sagt meine Nachbarin. Kaum zu glauben. Aber ich glaube es. Das ist ein typischer Bonner Vorstadthof des frühen letzten Jahrhunderts: Vorder-, Mittel-, Hinterhaus so nach und nach aneinandergestückelt. » mehr zum Thema ‚(m)ein Hof‘ lesen

Neues Geländer

Entrée Poppelsdorf

Endlich ist den schätzungsweise über 50.000 Autofahrern, die pro Tag nach Bonn über die Reuterstraße in die Stadt einrollen, ein völlig unzumutbarer Anblick erspart worden. Das alte, verrottete Geländer, das uns zwar nicht auffiel, aber angerostet und auch noch grasgrün gestrichen war, ist nun komplett ersetzt worden. Schätzungsweise ein Kilometer. Wer nun kleinmütig an die Kosten denkt, sei daran erinnert, dass das ja wohl längst überfällig war, oder? Wir wollen doch, dass die Leute, die nach Bonn kommen, einen schönen Eindruck haben.

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Rettet die Südüberbauung!

Südüberbauung im Abendlicht: das trashigste Stadt-Entrée weit und breit

BAHNHOF. „Maximilian Center“ statt „Südüberbauung“. Der neue Name klingt sympathischer. Und gaukelt so etwas vor, was gar nicht gegeben ist. Der alte Name, der schon von weitem nach Spekulant und Spießer riecht, war entschieden ehrlicher. Deshalb sollte er bleiben! Trotz Namensdesign wollen etliche Bürger übrigens nicht einsehen, warum der öde Klotz vor dem Bahnhof, der sich seit bald vier Dekaden dort breit macht und leise vor sich hin rottet, nun unbedingt durch einen anderen, noch weit größeren Klotz ersetzt werden soll – der wiederum nicht hierher passt. » mehr zum Thema ‚Rettet die Südüberbauung!‘ lesen

100-jähriger Humus

Versuchsfeld zu Bauland: das Poppelsdorfer Universitätsviertel wird arrondiert

UNIVERSITÄT. Seit Anfang des Jahres fahre ich mit dem Fahrrad von Kessenich über Poppelsdorf nach Endenich ins Büro. Dabei komme ich an den landwirtschaftlichen Versuchsfeldern vorbei, die nun seit kurzem von Baggern umgepflügt werden. Hier entsteht das, was nun seitens Universität und Stadt als „Campus Poppelsdorf“ bezeichnet wird. Ist dies der erste Campus, bei dem Felder nicht angelegt werden, sondern verschwinden? » mehr zum Thema ‚100-jähriger Humus‘ lesen