Archiv der Kategorie 'bezirke'

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Rettet die Südüberbauung!

Südüberbauung im Abendlicht: das trashigste Stadt-Entrée weit und breit

BAHNHOF. „Maximilian Center“ statt „Südüberbauung“. Der neue Name klingt sympathischer. Und gaukelt so etwas vor, was gar nicht gegeben ist. Der alte Name, der schon von weitem nach Spekulant und Spießer riecht, war entschieden ehrlicher. Deshalb sollte er bleiben! Trotz Namensdesign wollen etliche Bürger übrigens nicht einsehen, warum der öde Klotz vor dem Bahnhof, der sich seit bald vier Dekaden dort breit macht und leise vor sich hin rottet, nun unbedingt durch einen anderen, noch weit größeren Klotz ersetzt werden soll – der wiederum nicht hierher passt. » mehr zum Thema ‚Rettet die Südüberbauung!‘ lesen

100-jähriger Humus

Versuchsfeld zu Bauland: das Poppelsdorfer Universitätsviertel wird arrondiert

UNIVERSITÄT. Seit Anfang des Jahres fahre ich mit dem Fahrrad von Kessenich über Poppelsdorf nach Endenich ins Büro. Dabei komme ich an den landwirtschaftlichen Versuchsfeldern vorbei, die nun seit kurzem von Baggern umgepflügt werden. Hier entsteht das, was nun seitens Universität und Stadt als „Campus Poppelsdorf“ bezeichnet wird. Ist dies der erste Campus, bei dem Felder nicht angelegt werden, sondern verschwinden? » mehr zum Thema ‚100-jähriger Humus‘ lesen

Die falsche Altstadt

Das "Stadthaus" am Rande der Nordstadt

NORDSTADT. Als mich Ende der Achtzigerjahre mein Freund Eric aus London das erste mal besuchte, machten wir abends wie selbstverständlich einen Zug durch die Nordstadt, Bonns lebendigstes Viertel. Eric, Filmegisseur und in der Welt herumgekommen, war hell begeistert. Er war angetan von den geschlossenen alten Straßenzügen und natürlich auch von den vielen Szenelokalen, die er als sehr modern, aber auch als ziemlich deutsch empfand – also sehr gemütlich. Diese Sicht eines Fremden hat mich damals stutzig und ein bisschen stolz gemacht. Schließlich war die Nordstadt mein zweites Wohnzimmer. Das ist sie zwar längst nicht mehr. Aber ich mag das Viertel immer noch, in dem ich mein erstes Büro hatte: Ecke Heerstraße Maxstraße. Unten stand eine Telefonzelle, die permanent übervölkert war – und die es heute noch gibt! » mehr zum Thema ‚Die falsche Altstadt‘ lesen

Die richtige Altstadt

Bonner Glanzzeiten: Frisch gestrichenes Barockgeländer an der Rathaustreppe

INNENSTADT. Als Student in den Siebzigerjahren wohnte ich anfangs in der noch gar nicht schicken Südstadt und lernte bald die fußnahe Innenstadt lieben. Den Hofgarten, den Markt, die kleinen Geschäfte, die billige Kaufhalle, die alten Kneipen wie den  Stiefel oder den Bären. Nicht zu vergessen das Metropol-Kino, in dessen großem Saal alte UFA-Filme liefen.  Aber das beste von allem: eine Attraktion, die es sonst noch nirgends gab – die Straßencafés. » mehr zum Thema ‚Die richtige Altstadt‘ lesen

Kufenkunst

Kreative Kufen: Schlittschuhspuren auf dem verschneiten Rheinauenweiher

RHEINAUE. Im Jahr 1979  fand die Bundesgartenschau in Bonn statt. Die ehemaligen Felder und Obstgärten zwischen Bonn und Plittersdorf wurden in eine Parklandschaft umgewandelt. Damals empfand ich das – wie nahezu alle meine Kommilitonen – als einen Verlust. „Natürliche“ Flächen waren – mal wieder – in eine künstliche Zone umgewandelt worden. Dass es auch einen Skandal gab (giftiger Bauschutt wurde verwendet) bestärkte nur unsere tief sitzende Skepsis. Inzwischen – seit über zehn Jahren bin ich Vater zweier Kinder – hat sich dieses Urteil ins Gegenteil gewendet. » mehr zum Thema ‚Kufenkunst‘ lesen