Archiv der Kategorie 'musenstadt'

Für Punk-Museum noch nicht zu spät!

Die „Südüberbauung“ – welch ein Wort – kurz vor dem Verschwinden..

Schlimmer geht’s nimmer. Oder doch?

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Geschichte kann so lebendig sein .. Burschen, Bernd Polster, digitale Zeichnung 2016

Das Stadtarchiv sei eine „Tropfsteinhöhle“, meldete der Generalanzeiger heute. Es regnet halt seit Jahren durch. Wo kam dieser Humor noch mal her? Ach ja, von Kaiser Willem. Der studierte ja auch mal in Bonn. Und da gab es bekanntlich jede Menge Stammtische, wo viel gesoffen wurde und wo dann das Niveau auch rapide sank. Man weiß eigentlich nicht so recht, was peinlicher ist. Die Tatsache, dass eine Stadt über Jahrzehnte ihr eigenes Archiv verkommen lässt oder dieser muffige Spießerhumor, für den der GA allerdings berühmt ist. Und dann noch mal eine Frage, die mich wirklich umtreibt: Was ist eigentlich von einer Stadt zu halten, die täglich (ja, wirklich täglich) über 80.000 Euro für ihre Oper ausgibt (stand vor ein paat Tagen  auch im GA) und ihr eigenes Gedächtnis, das Stadtmuseum, im ehemaligen Saunabereich eines Schwimmbades unterbringt? Nicht allzu viel, fürchte ich ..

Bonn macht den Bock zum Gärtner!

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20 Jahre Verwaltungerfahrung“ (Generalanzeiger)

Bislang wurden im Stadthaus ja hauptsächlich Akten hin und her getragen (von denen viele verstaubten und manche verschwanden). Nun ist endlich die Hoffnung dran. Der Aktenschrankexperte Sridharan – oben beim Ordnereinordnen – trägt sie samt der Bürde seines neuen Amtes. „Wie ein Pop-Star“ (Generalanzeiger) .. » mehr zum Thema ‚Bonn macht den Bock zum Gärtner!‘ lesen

Eins nach dem anderen

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Auch eine historische Witzfigur: der spätere Kaiser W II als Bonner Borusse

Dass die Stadt Bonn nicht unterhaltsam wäre, kann man nun wirklich nicht behaupten. Im Gegenteil, eine Lachnummer jagt die nächste! Und das schon seit vielen Jahren. Man kann diesem fulminanten Feuerwerk des absurden Humors kaum noch folgen und weiß gar nicht, wo man mit dem Applaudieren anfangen soll. Vielleicht bei der Glanznummer mit dem Beethovenfestspielhaus (Todesursache Starrsinn)? Oder beim hässlichen Multimillionenentlein „WCCB“ (hurra, es funktioniert wenigstens)? Beim teuersten Kreisverkehr der Welt vielleicht? Oder am Bahnhofsvorplatz, wo man sich seit Jahrzehnten als komplett unfähig erweist, einen zentralen Ort der Stadt einigermaßen intelligent zu gestalten (und wo man sich einem Immobilienspekulanten namens Sevenheck an den Hals geworfen hat, der kaum etwas vorzuweisen hatte außer professionellem Grinsen und krimineller Energie)? Absurdes Theater erster Güte! » mehr zum Thema ‚Eins nach dem anderen‘ lesen

Bonn als Vorort

karlotten-reisenachalbanien-webEben ist mir ein schönes Zitat wieder über den Weg gelaufen, das ich mal in einem alten Katalog über die Rheinischen Expressionisten gefunden habe. Es lautet: „Wir betrachteten Bonn als Vorort von Paris und Berlin.“ Gesagt beziehungsweiswe geschrieben hat das Karl Otten, der 1913 in Bonn studierte und und bei den ganzen abgewichsten Kommilitonen irgenwie zwangsläufig auf die Künstlerkommune um Franz Henseler stoßen musste, bei der natürlich auch August Macke regelmäßiger Gast war. » mehr zum Thema ‚Bonn als Vorort‘ lesen