Archiv der Kategorie 'musenstadt'

Jaja, die Uni wird 200

2012: Uniturm, eingerüstet, wird schon fein gemacht fürs Jubiläum ..

Hab gerade dieses Foto gefunden: es symbolisiert ganz schön den transformatorischen Charakter dieser Anstalt, die in den 2 Jahrhunderten ihres Bestehens so zentral für Bonns Geschichte war. Ist? Ich habe dort eine ganze Weile studiert, wie Wilhelm zwo. Die Prüfungen wären teilweise hanebüchen, teilweise lustig. Danach war ich Psychologe und Soziologe (hab mich aber nie so gefühlt). Meine Erinnerungen sind sehr zwiespältig ..

Nachbarn

ein Augenblick

Vom Reiz des Abreißens

Als die Stadthalle noch bestaunt wurde

War der Abriss der Beethovenhalle noch mit vereinten Kräften verhindert worden, wurde das weniger prominente Godesberger Kurfürstenbad jüngst mittels einer unfairen Wahlposse der Abrissbirne und den Immobilienhaien geweiht. Nun soll es, man glaubt es kaum, gleich zwei weiteren bedeutsamen Gebäuden aus Bonns bundesrepublikanischer Glanzzeit an den Kragen gehen, der Oper von 1964 und der Godesberger Stadthalle von 1955. Lokalpolitiker haben, Haushaltslöcher hin oder her, Geschmack an Kahlschlag und Neubau gefunden. Nur die Grünen zögern noch. Man fühlt sich in die gnadenlosen Sechziger- und Siebzigerjahre zurückversetzt, als die Nordstadt (durch das „Stadthaus“) und der Bahnhofsvorplatz (durch die „Südüberbauung“) entstellt wurden. Die Südstadt ging damals nur ganz knapp dem Generalangriff der Kahlschlagfraktion. Alles vergessen. Nun schnuppern sie wieder Morgenluft. Schlechte Zeiten für Stadtbewusstsein » mehr zum Thema ‚Vom Reiz des Abreißens‘ lesen

Für Punk-Museum noch nicht zu spät!

Die „Südüberbauung“ – welch ein Wort – kurz vor dem Verschwinden..

Schlimmer geht’s nimmer. Oder doch?

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Geschichte kann so lebendig sein .. Burschen, Bernd Polster, digitale Zeichnung 2016

Das Stadtarchiv sei eine „Tropfsteinhöhle“, meldete der Generalanzeiger heute. Es regnet halt seit Jahren durch. Wo kam dieser Humor noch mal her? Ach ja, von Kaiser Willem. Der studierte ja auch mal in Bonn. Und da gab es bekanntlich jede Menge Stammtische, wo viel gesoffen wurde und wo dann das Niveau auch rapide sank. Man weiß eigentlich nicht so recht, was peinlicher ist. Die Tatsache, dass eine Stadt über Jahrzehnte ihr eigenes Archiv verkommen lässt oder dieser muffige Spießerhumor, für den der GA allerdings berühmt ist. Und dann noch mal eine Frage, die mich wirklich umtreibt: Was ist eigentlich von einer Stadt zu halten, die täglich (ja, wirklich täglich) über 80.000 Euro für ihre Oper ausgibt (stand vor ein paat Tagen  auch im GA) und ihr eigenes Gedächtnis, das Stadtmuseum, im ehemaligen Saunabereich eines Schwimmbades unterbringt? Nicht allzu viel, fürchte ich ..