Archiv von Februar 2012

Stadtbewußtsein

Positives Bonnbild: Auf der Mauer und im Kopf

GESCHICHTE. Als die Zeitschrift GEO vor einem Vierteljahrhundert ein „Bonn-Special“ herausbringen wollte (ja, so hieß das damals schon), wurde die Hauptstadtszene von allen Seiten beleuchtet. Nur für einen Artikel über die Stadt neben dem Regierungssitz, also Bonn selber, fand sich unter den hunderten von Journalisten, die hier akkreditiert waren, offenbar niemand. Über Bonn wollte (oder konnte) niemand etwas berichten, geschweige denn etws Positives. Diese klaffende Wissens- und Bewußtseinslücke war der Beginn meiner publizistischen Karriere. » mehr zum Thema ‚Stadtbewußtsein‘ lesen

Die richtige Altstadt

Bonner Glanzzeiten: Frisch gestrichenes Barockgeländer an der Rathaustreppe

INNENSTADT. Als Student in den Siebzigerjahren wohnte ich anfangs in der noch gar nicht schicken Südstadt und lernte bald die fußnahe Innenstadt lieben. Den Hofgarten, den Markt, die kleinen Geschäfte, die billige Kaufhalle, die alten Kneipen wie den  Stiefel oder den Bären. Nicht zu vergessen das Metropol-Kino, in dessen großem Saal alte UFA-Filme liefen.  Aber das beste von allem: eine Attraktion, die es sonst noch nirgends gab – die Straßencafés. » mehr zum Thema ‚Die richtige Altstadt‘ lesen

Kufenkunst

Kreative Kufen: Schlittschuhspuren auf dem verschneiten Rheinauenweiher

RHEINAUE. Im Jahr 1979  fand die Bundesgartenschau in Bonn statt. Die ehemaligen Felder und Obstgärten zwischen Bonn und Plittersdorf wurden in eine Parklandschaft umgewandelt. Damals empfand ich das – wie nahezu alle meine Kommilitonen – als einen Verlust. „Natürliche“ Flächen waren – mal wieder – in eine künstliche Zone umgewandelt worden. Dass es auch einen Skandal gab (giftiger Bauschutt wurde verwendet) bestärkte nur unsere tief sitzende Skepsis. Inzwischen – seit über zehn Jahren bin ich Vater zweier Kinder – hat sich dieses Urteil ins Gegenteil gewendet. » mehr zum Thema ‚Kufenkunst‘ lesen