Archiv von März 2012

100-jähriger Humus

Versuchsfeld zu Bauland: das Poppelsdorfer Universitätsviertel wird arrondiert

UNIVERSITÄT. Seit Anfang des Jahres fahre ich mit dem Fahrrad von Kessenich über Poppelsdorf nach Endenich ins Büro. Dabei komme ich an den landwirtschaftlichen Versuchsfeldern vorbei, die nun seit kurzem von Baggern umgepflügt werden. Hier entsteht das, was nun seitens Universität und Stadt als „Campus Poppelsdorf“ bezeichnet wird. Ist dies der erste Campus, bei dem Felder nicht angelegt werden, sondern verschwinden? » mehr zum Thema ‚100-jähriger Humus‘ lesen

Letzter Akt vorm Hauptbahnhof?

Im Innern der Südüberbauung

BAHNHOF. Zum Drama das verbauten Bahnhofsvorplatzes, der „Südüberbauung“, hier einige gesammelte Nachrichten der letzten Monate aus dem Bonner Generalanzeiger. Mitspieler in dieser mäßig unterhaltsamen Provinzposse sind die Stadtverwaltung (bleibt im Verborgenen), der Stadtrat (hat keine Chance, aber nutzt sie), der Investor (der junge Held, immer lächelnd) und die Bürger (zusehends genervt). » mehr zum Thema ‚Letzter Akt vorm Hauptbahnhof?‘ lesen

„Schandfleck“ weggeputzt!

Kleinstarchitektur der 50er-Jahre: Gebogene Scheiben an einem Ex-Tankstellenkiosk

TANKSTELLE. Heute hatte ich eines dieser Déjà-vus, die ja meistens überraschend sind. Aber damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Ja früher, da wurde in jeder zweiten Ausgabe des Generalanzeigers über irgendeinen „Schandfleck“ gewettert, der in Bonn dem Stadtbild Schande macht. Irgendein leerstehendes Haus oder ein unbebautes Grundstück vielleicht, das noch nicht zubetoniert war und auf dem sich vielleicht sogar Grashalme gruppenweise erdreisteten, an nicht dafür vorgesehenen Stellen zu sprießen. „Schandfleck!“ Weg damit! » mehr zum Thema ‚„Schandfleck“ weggeputzt!‘ lesen

Die falsche Altstadt

Das "Stadthaus" am Rande der Nordstadt

NORDSTADT. Als mich Ende der Achtzigerjahre mein Freund Eric aus London das erste mal besuchte, machten wir abends wie selbstverständlich einen Zug durch die Nordstadt, Bonns lebendigstes Viertel. Eric, Filmegisseur und in der Welt herumgekommen, war hell begeistert. Er war angetan von den geschlossenen alten Straßenzügen und natürlich auch von den vielen Szenelokalen, die er als sehr modern, aber auch als ziemlich deutsch empfand – also sehr gemütlich. Diese Sicht eines Fremden hat mich damals stutzig und ein bisschen stolz gemacht. Schließlich war die Nordstadt mein zweites Wohnzimmer. Das ist sie zwar längst nicht mehr. Aber ich mag das Viertel immer noch, in dem ich mein erstes Büro hatte: Ecke Heerstraße Maxstraße. Unten stand eine Telefonzelle, die permanent übervölkert war – und die es heute noch gibt! » mehr zum Thema ‚Die falsche Altstadt‘ lesen