Archiv von November 2012

The Castled Crag of Drachenfels

Belohnung für den Aufstieg: solche Aussichten hatte Byron zuhause nicht

Wir, Emily, Henry und ich, waren in Königswinter. Ich wollte unbedingt die neue Glashalle auf dem Drachenfels sehen, die den alten Betonklotz ersetzt und um die es gerade so viele Diskussionen gibt (weil große Scheiben Todesfallen für Vögel sind). Seit so vielen Jahren ersteige ich den Drachenfels, habe dabei oft an Lord Byron, sein Gedicht (Der beburgte Felsen!) und die Ursprünge des Massentourismus im frühen 19. Jahrhundert gedacht, dessen Pionier er ja definitiv war. Den Rhein und dessen pittoreske Burgen entdeckte er, als er mal wieder in die Antike nach Italien oder Griechenland unterwegs war. Das war im Jahr 1816. » mehr zum Thema ‚The Castled Crag of Drachenfels‘ lesen

Blättergeddon

Das Laubbläsermassaker

Vereinen stehe ich generell sehr skeptisch gegenüber. Dem Verein gegen das betrügerische Bier- ausschenken würde ich eventuell noch beitreten. Ich überlege das ernsthaft schon seit etwa 25 Jahren. Denn das ist immerhin ein kulturelles Anliegen. Wo ich aber gar nicht zögern würde, wäre ein Verein gegen die ruchlose Quälerei unschuldigen Laubes jeglicher Art, sei es heimisch oder exotisch. » mehr zum Thema ‚Blättergeddon‘ lesen

Kirche mit Kunst

Ein großes altes Haus mit einem hohen Turm

Meine Tochter Emily mag das Bonner Münster und diese komische Geschichte mit dem Jesus, die drinnen in Bild und Schrift erzählt wird, muss ich ihr immer wieder erklären (ausgerechnet ich). Es ist ein fremdartiger, magischer Ort .. Wir gehen gerne hin, gucken uns in der großen Halle der Kirche um und gehen auch mal in den Kreuzgang. Eine würdevolle Ruhezone in der wimmelnden Einkaufsstadt, zu der die Innenstadt vor noch gar nicht allzu langer Zeit geworden ist. In diesem versteckten Hof gibt es auch ein paar ziemlich abgeschabte Steinplatten mit Reliefs und kaum lesbaren Schriften, die gottseidank noch niemand restauriert hat.  » mehr zum Thema ‚Kirche mit Kunst‘ lesen

Melancholische Pizza

Nahrhafte Volksgeometrie

Es nennt sich „Pizzaspezialist“. Eines dieser knackigen deutschen Komposita. Das Lokal liegt auf halben Weg zwischen Zuhause und unserem Garten. Es ist ein merkwürdiger Ort, an dem man einiges kaufen kann, auch sonn- und feiertags. Aber über die Pizzen verlieren wir jetzt mal keine Worte und freuen uns einfach, dass es außer Fast-Food-Ketten noch etwas anderes gibt. » mehr zum Thema ‚Melancholische Pizza‘ lesen

Wellentänzer

Sie kamen geflossen

Henry war eine Welle wie die anderen Kinder. Ein großes Erlebnis. Zum ersten mal auf einer Bühne und das auch noch auf einer großen: Waldorfschule in Tannenbuch. Er hat trainiert („kreativer Tanz“), gespürt und war eine wunderbare Welle, die ja nullkommanichts wieder verschwindet. » mehr zum Thema ‚Wellentänzer‘ lesen