Neues Geländer

Entrée Poppelsdorf

Endlich ist den schätzungsweise über 50.000 Autofahrern, die pro Tag nach Bonn über die Reuterstraße in die Stadt einrollen, ein völlig unzumutbarer Anblick erspart worden. Das alte, verrottete Geländer, das uns zwar nicht auffiel, aber angerostet und auch noch grasgrün gestrichen war, ist nun komplett ersetzt worden. Schätzungsweise ein Kilometer. Wer nun kleinmütig an die Kosten denkt, sei daran erinnert, dass das ja wohl längst überfällig war, oder? Wir wollen doch, dass die Leute, die nach Bonn kommen, einen schönen Eindruck haben.

Alt und neu

Eine der tiefsten Wunden, die die weitgehend anarchische Hauptstadtentwicklung Bonn einst geschlagen hat, ist nun ein wenig renoviert worden. Welcher öffentliche Topf für diese urbane Schönheitsoperation wohl ausgelöffelt wurde, fragt  sich der ziemlich überraschte Zeitgenosse. Während wackere Handwerker ihr teures Werk verrichten. Absurdistan läßt grüßen. An der geschwungenen Fußgängerbrücke, die noch mit dem alten grünen Geländer Vorlieb nehmen muss, sieht man übrigens deutlich, welcher grandiose Fortschritt hier zu bestaunen ist.

Tiefe Wunde

Nun darf auch ich Tag für Tag an dem neuen, silberfarbenen Geländer vorbeifahren und mich darüber freuen, dass bei uns die wirklich wichtigen Sachen angepackt werden. Immerhin ist die Reuterstraße ja eines der wichtigsten Stadtantrées, ungefähr so wichtig wie der Bahnhofsvorplatz. Aber das nur nebenbei.

bp

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