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Kurt Masur ist jetzt bei Beethoven

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Hinter dieser Wolke sollen sich Ludwig und Kurt in die Wolle gekriegt haben. Sagt man ..

Die werden sich schon einiges zu erzählen haben. Was mich aber mal interessieren würde, ist, ob Beethoven den Quatsch angesprochen hat, den der Masur über die nach ihm benannte Halle verbreitet hat .. Ob die sich da gezofft haben? Denn Beethoven soll ja ein ziemlich vernünftiger Typ gesesen sein (ist ja auch aus Bonn weggegangen). Im Gegensatz zu denen, die sich jetzt seine „Freunde“ nennen (das kann ja jeder). Heutzutage ist das ja ohnehin ein ziemlich inflationärer Begriff. Und Ludwig da oben hinter der Wolke kann sich nicht dagegen wehren. Auch wenn es ihm überhaupt nicht passt .. » mehr zum Thema ‚Kurt Masur ist jetzt bei Beethoven‘ lesen

Roll over Beethoven

Ist denn nicht eigentlich schon alles gesagt, was dieses visionierte Bonner Beethoven-Festspielhaus (B.B.F.H.) angeht, das es ja wohl sowieso nie geben wird? Irgendwie schon. Dass es keine seriöse Finanzierung, keinen Plan und keinen Bauherren gibt, naja, geschenkt. Aber hat eigentlich schon mal jemand gewürdigt, welch ein grandioses Schaupiel um dieses irre Pseudoprojekt bislang bereits öffentlich aufgeführt wurde – und immer noch wird? Das ist doch ganz großes Theater! Da geht es um Leidenschaften und um Gier nach Millionen. Da folgt Akt auf Akt. Offenbar ein Endlosstück (wahrscheilich mit jähem Ende). Und ein Gag jagt da den anderen. Echt unterhaltsam. Man fragt sich, was da noch kommen soll und erinnert sich, was da schon alles geboten wurde.

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Wer will denn sowas Großartiges nicht haben? Und auch noch geschenkt, jedenfalls fast geschenkt ..

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Vom Reiz des Abreißens

Als die Stadthalle noch bestaunt wurde

War der Abriss der Beethovenhalle noch mit vereinten Kräften verhindert worden, wurde das weniger prominente Godesberger Kurfürstenbad jüngst mittels einer unfairen Wahlposse der Abrissbirne und den Immobilienhaien geweiht. Nun soll es, man glaubt es kaum, gleich zwei weiteren bedeutsamen Gebäuden aus Bonns bundesrepublikanischer Glanzzeit an den Kragen gehen, der Oper von 1964 und der Godesberger Stadthalle von 1955. Lokalpolitiker haben, Haushaltslöcher hin oder her, Geschmack an Kahlschlag und Neubau gefunden. Nur die Grünen zögern noch. Man fühlt sich in die gnadenlosen Sechziger- und Siebzigerjahre zurückversetzt, als die Nordstadt (durch das „Stadthaus“) und der Bahnhofsvorplatz (durch die „Südüberbauung“) entstellt wurden. Die Südstadt ging damals nur ganz knapp dem Generalangriff der Kahlschlagfraktion. Alles vergessen. Nun schnuppern sie wieder Morgenluft. Schlechte Zeiten für Stadtbewusstsein » mehr zum Thema ‚Vom Reiz des Abreißens‘ lesen

Das verflixte Bützchen

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Wie charmant, Herr Shridharan!

Bonn hatte mal einen Schriftzug, der war einzigartig, ungewöhnlich, ziemlich bekannt, ein bisschen frech und sexy sogar. Er passte zum Karneval (Bützchen) und zur Musenstadt, also machte irgendwie Sinn. Doch die Stadt besaß nicht die Rechte auf ihr eigenes Logo. Logo! Sie musste sich was anderes ausdenken. Ein aufmerksamer Verwaltungmitarbeiter sah irgendwann im Vormittagsfernsehen die VW-Werbung („Das Auto“). Gesagt, getan, Bonn war nun „Die Stadt“. » mehr zum Thema ‚Das verflixte Bützchen‘ lesen

Eins nach dem anderen

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Auch eine historische Witzfigur: der spätere Kaiser W II als Bonner Borusse

Dass die Stadt Bonn nicht unterhaltsam wäre, kann man nun wirklich nicht behaupten. Im Gegenteil, eine Lachnummer jagt die nächste! Und das schon seit vielen Jahren. Man kann diesem fulminanten Feuerwerk des absurden Humors kaum noch folgen und weiß gar nicht, wo man mit dem Applaudieren anfangen soll. Vielleicht bei der Glanznummer mit dem Beethovenfestspielhaus (Todesursache Starrsinn)? Oder beim hässlichen Multimillionenentlein „WCCB“ (hurra, es funktioniert wenigstens)? Beim teuersten Kreisverkehr der Welt vielleicht? Oder am Bahnhofsvorplatz, wo man sich seit Jahrzehnten als komplett unfähig erweist, einen zentralen Ort der Stadt einigermaßen intelligent zu gestalten (und wo man sich einem Immobilienspekulanten namens Sevenheck an den Hals geworfen hat, der kaum etwas vorzuweisen hatte außer professionellem Grinsen und krimineller Energie)? Absurdes Theater erster Güte! » mehr zum Thema ‚Eins nach dem anderen‘ lesen